Sie sind hier

Lehrlinge der Büroklassen lernen Brüssel kennen

Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens zur „Europäischen Botschafterschule“ hat sich unsere Schule um Plätze für eine Studienreise in die europäische Hauptstadt Brüssel vom 19. bis 21. November beworben. Als unser Schulleiter den Schülerinnen und Schülern der zweiten und dritten Büroklasse die freudige Nachricht der positiven Bewerbung überbrachte, war die Freude natürlich groß.

Im Vorfeld wurde im Rahmen des Büroorganisationunterrichts ein Programm für einen Tag in München zusammengestellt, da unsere Schule aufgrund des frühen Abflugtermins bereits einen Tag zuvor nach München reiste.

Nach dem abwechslungsreichen Tag in München ging es zurück ins Flughafenhotel, wo bei einem gemeinsamen Abendessen schon der sonntäglichen Anreise nach Brüssel entgegengefiebert wurde. Für zwei unserer Teilnehmer war der Flug von München nach Brüssel sogar die erste Flugerfahrung.

Neben der Berufsschule für Handel und Büro Reutte waren ebenso noch Schülerinnen und Schüler aus Dornbirn, Kufstein, Salzburg, Wels und Mattersburg der Einladung der österreichischen diplomatischen Akademie und der österreichischen Volkshochschule zu diesem Pilotprojekt für Berufsschulen gefolgt.

Nachdem alle Gruppen der verschiedensten Lehrlingssparten aus ganz Österreich in Brüssel eingetroffen waren, ging es im Bus zu einer interessanten Sightseeingtour durch die Hauptstadt. Nach dem Kennenlernen der Stadt gab es am Abend noch einen Medienworkshop, bei dem die Jugendlichen den richtigen Einsatz des Mediums Handy zum Erstellen von Filmen erlernen konnten.

Tag Zwei war dicht gedrängt. Die Schülerinnen und Schüler besuchten das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und durften als drittes die Aufgaben der ständigen Vertretung Österreichs in Brüssel kennen lernen. Zu diesem Treffen kam auch Initiator und Fürsprecher für dieses Projekt Bundeskanzler a. D. Werner Feymann.

Am dritten Tag wurde bereits um 06:30 Uhr das Frühstück eingenommen und danach alles zum Check out fertig gemacht. Eine zweistündige Busreise führte die Lehrlinge in das beschauliche Städtchen Ypern. Ypern liegt nahe der französischen Grenze und war einer der blutigsten Kriegsschauplätze im ersten Weltkrieg. Wie durch den Besuch des Flandern Fields Museum ersichtlich wurde, war in diesem Ort kein Stein auf dem anderen geblieben. Die Stadt wurde aber nach dem Krieg komplett neu und die Bauten - teils im gotischen Stil – nachgebaut. Nach diesem Besuch, welcher die Grausamkeiten einese Krieges nie vergessen lassen sollte, ging es mit dem Bus direkt an den Flughafen von Brüssel und weiter nach München. Am späten Abend waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Brüsselreise wieder wohlauf in Reutte.

Diese Reise wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der TFBS Reutte ein unvergessliches Erlebnis bleiben, bei dem zum einen der europäische Gedanke nähergebracht wurde und zum anderen viele Freundschaften mit Lehrlingen aus ganz Österreich geknüpft werden konnten.